Müsli – der gesunde Start in den Tag!?

 

Muesli

Noch schnell frühstücken und dann auf zur Arbeit. Für einen gesunden Start in den Tag gibt es natürlich eine Schüssel Müsli, denn das ist gesund und hält lange satt!

Was genau ist ein Müsli überhaupt?

Der Begriff Müsli wird insofern oft überstrapaziert, als dass für manche Menschen beispielsweise Smacks oder Lion Cereals als Müsli gelten und demnach eigentlich gesund sein müssten. Ursprünglich sind es aber Getreideflocken in ihrer ungesüßten Form, die ein Müsli zum Müsli machen. Verfeinert mit getrockneten Früchten, Nüssen und/oder Kernen/Samen liefert es schließlich viele wichtige Nähr- und Ballaststoffe die gesund sind, uns lange mit Energie versorgen und nicht zuletzt lange satt halten.

Ist jedes Müsli gesund?

Möchte man sich etwas Gutes tun, lohnt es sich genauer hinzuschauen. Denn ob ein „Müsli“ wirklich gesund ist hängt stets von der Zubereitung und der – nennen wir es einfach – Verfeinerung ab. Viele Müslis entpuppen sich als regelrechte Zuckerfallen. Allen voran die leckeren Schoko- und Knusper-Müslis. So lecker Crispy- und Chrunchymüslis auch sind – grundsätzlich gilt die Faustregel: Je knuspriger ein Müsli ist, desto mehr Kalorien enthält es. Denn damit das Müsli ordentlich zusammenklebt und cruncht, wird die Mischung in Zucker und Fett gebacken. Doch nicht nur Schoko- und Knusper-Müslis sind mit Vorsicht zu genießen. Auch die beliebten Früchtemüslis können einen hohen Zuckergehalt aufweisen. Der Grund: Der relative Zuckeranteil in trockenem Obst ist wesentlich höher als der in frischem Obst. Und weil Fruchtzucker (Fructose) isoliert betrachtet nicht weniger „schlecht“ als Glucose ist, ist es auch hier wichtig, auf den Zuckergehalt des Müslis zu achten. Denn diese großen Mengen an Zucker haben nicht nur negative Auswirkungen auf euren Körper, sondern auch auf eure Zähne. Außerdem lassen sie euren Blutzuckerspiegel in die Höhe schießen und nach kurzer Zeit wieder stark abfallen wodurch unser Freund der Heißhunger an die Tür klopft!

Praxistipp:
Achtet in der Zutatenliste nicht nur auf „Zucker“, denn dieser kommt oft in verschiedenen Formen daher (z.B. Dextrose, Maltodextrin, Invertzuckersirup, Glucose- und Fructosesirup). Am einfachsten ist es, sich in der Nährstofftabelle den Wert unter „davon Zucker“ anzusehen, der die Menge an im Produkt enthaltenem Einfachzucker (Glucose, Fructose) und Zweifachzucker (Saccharose, Lactose, Maltose) angibt.

Auf was sollte ich noch achten?

Nicht nur zu hohe Mengen an Zucker sollten Grund dafür sein, das eine oder andere Müsli im Supermarkt-Regal stehen zu lassen. Kontrovers ist auch die Nutzung von koventionellem Palmöl, das häufig in Monokulturen auf Plantagen angebaut wird, für die große Flächen von Urwald gerodet wurde. In Bio-Müslis hingegen kommt Palmöl kaum zum Einsatz. Sollte dies trotzdem einmal der Fall sein, stammt es von Bio-Plantagen. Weiterhin können leider auch Mineralölrückstände aus gesättigten Kohlenwasserstoffen (MOSH) im Müsli enthalten sein. ÖKO-Test hat hierzu kürzlich verschiedene Basis-Müslis getestet und gezeigt, dass leider auch viele Bio-Müslis diese unerwünschten Begleiter enthalten. Hier könnt Ihr einige Einzehlheiten zum ÖKO-Test nachlesen.

Praxistipp:
Die Basis-Müslis von dm-Bio, Gutbio (Aldi) und Rapunzel waren frei von Mineralölrückstanden und sind somit klare Kaufempfehlungen.

Bei konventionellen Müslis kommt ein weiteres Problem dazu: Pestizide, wie zum Beispiel Glyphosat, das im Verdacht steht krebserregend zu sein. Das heißt wie so oft, lohnt es sich besonders in diesem Punkt zur entsprechenden Bio-Variante zu greifen.

Wie verzichte ich auf Zuckerfallen und „leere Kalorien“?

Wer etwas für seine Gesundheit und seine Strandfigur tun möchte, mixt das Müsli einfach selbst! Hierbei am besten Vollkorn-Getreideflocken (z.B. die oben genannten Basis-Müslis), Samen/Kerne und Nüsse verwenden. Auch gepufftes Amaranth ist sehr gesund und eignet sich perfekt für das Selfmade-Müsli. Früchte solltet Ihr vorzugsweise frisch hinzuschneiden. Statt Milch könnt ihr zum Beispiel auch Naturjoghurt und/oder Quark verwenden, die im Vergleich zumindest ansatzweise probiotisch wirken können. Und nicht zuletzt bietet sich natürlich mein Lieblingsfrühstück an: „Porridge – ein guter Start in den Tag“.

In diesem Sinne – lasst es euch schmecken!

 

Liebe Grüße und bleibt gesund,

Euer Claudio

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