Ernährungsmythos #2: Cola und Salzstangen gegen Magen-Darm-Probleme!

Cola-softdrink

Hallo liebe Freunde!

Jeder von uns hatte wohl schon einmal gewisse Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt. Wenn es sich um keine einmalige Erscheinung, sondern einen mehrtägigen Krankheitsverlauf (wie zum Beispiel bei einer Magen-Darm-Grippe) handelt, gilt es unbedingt darauf zu achten, seinen Flüssigkeitshaushalt und den damit in Zusammenhang stehenden Elektrolythaushalt entsprechend auszugleichen. Denn während solcher Durchfallerkrankungen verliert der Körper sehr viel Wasser und Elektrolyte, was besonders bei (Klein-)Kindern gefährlich sein kann.

Zum Glück gibt es eine altbewährte Kombination, um die genannten Defizite zu kompensieren: Cola und Salzstangen. Das ist zumindest das, was ich immer wieder an der einen oder anderen Ecke gehört habe.

Aber was ist dran, an der vermeintlich positiven Wirkung dieser Kombination?

Ohne, dass meine Mutter mir beides bei einer derartigen Erkrankungen „verabreicht“ hätte und ohne einen Selbstest, den ich in einem höheren Alter durchgeführt hätte, kann ich Euch sagen, dass Ihr von dieser Kombination lieber die Finger lassen solltet. Wieso?

Nun…fangen wir mit den Salzstangen an.

Wie wir alle wissen befindet sich auf den Salzstangen viel Salz (Natriumchlorid). Soweit so  gut. Denn der Natriumverlust sollte unbedingt ausgeglichen werden. Doch Natrium ist bei Weitem nicht das einzige Elektrolyt, das wir im Rahmen von Durchfallerkrankungen in hohem Maß verlieren können. Denn das gleiche gilt beispielsweise für Kalium, Magnesium und Hydrogencarbonat, das essenzieller Bestandteil eines unserer Puffersysteme zur Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts unseres Körpers ist. Diese Elektrolyte findet man aber nicht oder in nicht ausreichendem Maß in Salzstangen. Ergo sind Salzstangen bei Durchfallerkrankungen eher ungeeignet.

Und wie sieht es mit der Cola aus?

Mit der Cola führen wir uns zwar Flüssigkeit zu, unabhängig davon ist Cola aber ein hypertonisches Getränk. Das bedeutet, dass sie einen hohen osmotischen Druck aufweist und durch ihre hohe Zuckerkonzentration umliegenden Zellen Wasser entzieht. So sorgt Cola letztlich dafür, das dem Organismus noch mehr Wasser entzogen wird und in den Darm gelangt, wodurch sich die Symptomatik verschlimmert. Hinzu kommt, dass das in der Cola enthaltene Coffein den Kaliumverlust noch zusätzlich verstärken kann.

Ihr seht also, dass dieser Ernährungsmythos seinen Namen verdient hat, mehr noch – er kann unter Umständen sogar gefährlich sein. Also Finger weg – vor allem von Cola! Wenn Ihr das nächste Mal Magen-Darm-Probleme haben solltet, greift lieber zu

  • Wasser und Kräutertees,
  • Lebensmitteln mit geringem Fettanteil und wenig Ballaststoffen,
  • leicht stopfenden Nahrungsmitteln wie Bananen, Zwieback oder Reis,
  • geriebenen Möhren und Äpfeln, die Flüssigkeit im Darm binden können.

Liebe Grüße & bleibt gesund!

 

Liebe Grüße und bleibt gesund,

Euer Claudio

2 Kommentare zu „Ernährungsmythos #2: Cola und Salzstangen gegen Magen-Darm-Probleme!

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