Von Detox zum Säure-Basen-Haushalt – Teil I

zitronen-saeure-basen

Hallo zusammen!

In meinem Beitrag „Detox und gut! Wie wirkungsvoll sind Entgiftungskuren wirklich?“ habe ich Euch sehr subtil meinen Standpunkt zum Detox-Trend mitgeteilt. Trotzdem würde ich diesen Trend gern als Ausgangspunkt bzw. Überleitung nutzen, um Euch das Thema Säure-Basen-Haushalt näher zu bringen. Denn letztlich lassen sich im Detox-Trend einige Ansätze finden, die an sich in eine richtige Richtung gehen.

Um den Begriff Säure-Basen-Haushalt zu erklären bietet es sich an, sich zunächst einmal seine einzelnen Bestandteindteile näher anzusehen.

Was also hat es mit der Säure auf sich?

Nun, die meisten von Euch können sicherlich mit dem pH-Wert etwas anfangen, der ein Maß für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung ist. Die Skala reicht hierbei von 0 (stark sauer) bis 14 (stark basisch). Jedes unserer Lebensmittel weist ebenfalls einen spezifischen pH-Wert auf. So sind beispielsweise Zitrone oder Cola mit einem pH-Wert von ca. 2,5 an sich sauer.

Wie sieht es mit den Basen aus?

Hier wird man in unserer Lebensmittelpalette nicht fündig. Zwar hat Wasser für gewöhnlich einen neutralen pH-Wert von ca. 7, Werte darüber haben jedoch nur bei zum Beispiel Meerwasser oder Seife. Wie bereits in meinem Beitrag „3 Gründe warum Ihr Euren Durst mit Wasser stillen solltet“ erwähnt, hat unser Blut übrigens einen leicht basischen pH-Wert von 7,4.

Und wieso ist von einem Haushalt die Rede?

Damit in unserem Körper alle Stoffwechselvorgänge optimal ablaufen können, muss sich unser Blut immer wieder auf den oben genannten pH-Wert einpendeln. Selbst kleine Abweichungen haben hierbei schon große Auswirkungen. Für die Konstanthaltung des pH-Wertes hält jeder von uns deshalb diverse Puffersysteme bereit, die – jetzt wird es kurz etwas detailierter – sauer wirkende Protonen (H+) oder basisch wirkende Hydroxylionen (OH-) binden oder abgeben können. Je nachdem, ob überschüssige Säuren oder Basen gepuffert werden und abhängig davon, wo sie gepuffert werden, findet dies auf verschiedenen Wegen statt. Das Ziel ist jedoch immer das gleiche – den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten, um somit den pH-Wert des Blutes und den der Zellen richtig einzustellen. Auf die einzelnen Puffersysteme sowie die entsprechenden chemischen Reaktionen möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, da es nicht zu kompliziert werden soll und auch mehr um das grobe Prinzip geht.

Unser Säure-Basen-Haushalt wird wesentlich durch unsere Ernährung beeinflusst. Hierbei ist es aber wichtig zu wissen, dass ein Lebensmittel, das einen sauren/niedrigen pH-Wert hat, im Körper oft nicht säurebildend wirkt. Genauso wie Lebensmittel mit basischem pH-Wert im Körper letztlich säurebildend wirken können.

Denn grundsätzlich gilt:

Säurebildende Lebensmittel sind die Lebensmittel, deren Nettoladung der Metabolite (Stoffwechselprodukte) negativer ist als die Nettoladung der ursprünglichen Nährstoffe. Denn diese Lebensmittel werden so verstoffwechselt, dass hierbei saure Protonen (H+) abgegeben werden. Als säurebildend gelten Eiweiße, die in Fleisch, Wurstwaren, Milch und Milchprodukten, Eiern, Fisch, Käse, Hülsenfrüchten und Getreide vorkommen.

Basenbildende Lebensmittel sind die Lebensmittel, deren Nettoladung der Metabolite (Stoffwechselprodukte) positiver ist als die Nettoladung der ursprünglichen Nährstoffe. Denn diese Lebensmittel werden so verstoffwechselt, dass hierbei Hydroxylionen (OH-) abgegeben werden. Als basenbildend gelten Obst, Fruchtsäfte und Gemüse.

Als neutral – im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Säure-Basen-Haushalt – gelten Öle, Fette, Honig und Zucker.

Was passiert, wenn unsere Kost dauerhaft zu „sauer“ ist?

Überschüssige Säuren (oder Basen), wie sie durch eine übermäßige Aufnahme säurebildender (basenbildender) Lebensmittel entstehen, werden durch die Puffersysteme aufgefangen und letztlich über Lunge, Niere und Leber abgegeben bzw. ausgeschieden. Da wir im Rahmen unseres heutigen Ernährungsverhaltens eher zu einer latenten „Übersäuerung“ (Azidose) neigen, sind die damit verbundenen Auswirkungen und einhergehende Risiken besonders interessant. Genauer werde ich auf diese Frage aber in Teil II meines Beitrags eingehen. Außerdem werde ich klären, was das Ganze letzten Endes mit dem Detox-Trend zu tun hat.

 

Liebe Grüße und bleibt gesund,

Euer Claudio

 

 

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