Vitaminpillen als Obst- und Gemüseersatz – wie praktisch!

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Hallo Ihr Lieben!

Unser Leben wird immer schneller und oft ist unser Alltag geprägt von Stress und Hektik. Gegessen wird nicht selten zwischen Tür und Angel. Schnell muss es gehen – denn schließlich gibt es wichtigere Dinge im Leben! Da kann es eben nicht immer gesund und ausgewogen sein. Aber das macht doch nichts! Denn mit den richtigen Vitaminpräparaten ist man schließlich rundum versorgt. Und das schöne ist: Mittlerweile gibt es die Vitamine nicht nur als Pillen oder Brausetabletten, sondern auch in Getränken, Zerealien und Müsliriegeln – wie praktisch! Und weil diese künstlichen Vitamine uns gesund halten (ganz besonders natürlich Vitamin C) greifen auch etwa 18 Millionen Deutsche auf derartige Nahrungsergänzungsmittel zurück. Da macht es auch nichts, dass sie jährlich rund 900 Millionen Euro hierfür zahlen – schließlich investiert man damit in seine Gesundheit!

Sich ungesund ernähren und mithilfe künstlicher Vitamine gesund bleiben?

Denkt man ein wenig weiter, dann wird klar, dass es so einfach nicht sein kann. Es ist bereits durch zahlreiche Studien belegt, dass Präparate mit künstlichen Vitaminen keinerlei gesundheitsfördernde Effekte haben, sondern unter gewissen Umständen sogar gesundheitsgefährdend sein können. Erstmals wurde diese gesundheitsgefährdenden Auswirkung sogar schon in den in den 90er Jahren durch die ATBC-Studie in Finnland und die CARET-Studie in den USA gezeigt. Hinzu kommt, dass mit derartigen, vermeintlich perfekten Substituten, anders als bei Obst und Gemüse, zum Beispiel keine sekundären Pflanzenstoffe zu sich genommen werden. Auch wenn die Wirkungsweise und die zahlreichen Funktionen von Vitaminen bis heute noch nicht vollständig geklärt sind, ist davon auszugehen, dass Vitamine aus natürlichen Quellen, in denen sie als Teil eines Nährstoffkomplexes vorkommen, wesentlich besser vom Körper resorbiert werden können. Zumal ist es im Fall von Obst und Gemüse vielfach bewiesen, dass sie uns gesund halten und deshalb essenzieller Bestandteil unserer Ernährung sein sollten – und das nicht nur aufgrund der enthaltenen Vitamine.

Fazit

  1. Die 900 Millionen Euro könnte man mit Sicherheit sinnvoller investieren.
  2. Wer sich ungesund ernährt und viel zu wenig Obst und Gemüse zu sich nimmt, kann dies nicht über eine Einnahme von künstlichen Vitaminen kompensieren.
  3. Esst mehr Obst und Gemüse – am besten saisonal und regional!

Wie ist es mit Euch? Nehmt Ihr derartige Präparate zu euch?

 

Liebe Grüße und bleibt gesund,

Euer Claudio

5 Kommentare zu „Vitaminpillen als Obst- und Gemüseersatz – wie praktisch!

Gib deinen ab

  1. Ich habe bis vor ein paar Monaten auch täglich ein Kombipräperat und zusätzlich noch Magnesium genommen. Nach dem Motto „Schaden kann es ja nicht“
    Dann habe ich einen Bericht (für mich seriös wirkend) über derartige Präparate gesehen und da wurde auch die Wirkung auf die Fitness bei Sportlern getestet, wobei die eine Hälfte keine Präparate nahm und die andere Hälfte aber schon. Nach Ende der Testreihe hat man festgestellt, dass die Probanden die keine Präparate nahmen ihre allgemeine Fitness gesteigert haben und bei der Hälfte die die Pillen genommen haben, keine Steigerung ihrer Fitness zu verzeichnen war.
    Das war für mich der Punkt an dem ich anfing darauf zu verzichten.
    Man muss sich wohl einfach klarmachen, dass man sich da reine Chemie zuführt und sowas kann einfach nicht gesund sein.
    Schlimm finde ich auch, dass es in Süßigkeiten und Joghurts etc. beigemischt wird und so schon den Kindern suggeriert wird, wie gesund das dich ist…. 😠

    1. Es ist eben synthetisch hergestellt. Auch wenn die Moleküle gleich sind fehlen Vor- und Zwischenstufen sowie andere wichtige Begleitstoffe. Fakt ist, dass Nährstoffe nur in Kombination mit anderen Nährstoffen, also wie gesagt in einem Komplex, optimal verwertet werden können. Interessant ist auch, dass zum Beispiel eine unverhältnismäßige Erhöhung der Vitamin C-Zufuhr (wie sie z.B. durch künstliche Präparate leicht hervorgerufen werden kann) tatsächlich zu einer geringeren Vitamin C-Resorption führt. Das zeigt einem nochmal wie bedenklich solche Produkte sind…

      In meinen Augen auf jeden Fall eine gute Entscheidung, wobei Magnesium oder ggf. Eisen evtl. nicht ganz so kontrovers zu sehen sind.

      1. Bin ich 100% deiner Meinung. .. Eisen gönne ich mir mir ab und zu mal, da ich ein meine Ernährung aufzeichne, habe ich meist gut im Blick wann ich zu wenig habe und dann gönne ich mir mal ein Eisenpräperat und auch mal ein Magnesiumcitrat. Aber von Vitaminpräperaten nehme ich absolut Abstand, das geht auch anders und gesünder 😉

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