EPA und DHA? Was ist das denn?

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Hallo liebe Freunde!

In meinem Beitrag „Pflanzenöle als Omega-3 Lieferanten“ habe ich euch gezeigt, dass Ihr mithilfe von Pflanzenölen, die einen hohen Anteil an Alpha-Linolensäure (ALA) haben , Euren Omega-3-Omega-6-Quotienten verbessern könnt. Ich hatte auch erwähnt, dass aus Alpha-Linolensäure alle anderen Omega-3-Fettsäuren gebildet werden können.

Omega-3 vs. Omega-6

Das Problem ist nun, dass die ALA in unserem Körper nur in ausreichendem Umfang zu den zwei am besten untersuchten und wichtigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) umgewandelt wird, wenn der Omega-3-Omega-6-Quotient zugunsten von ALA ausfällt. Das liegt daran, dass die ALA und die Omega-6-Fettsäure Linolsäure (LA) für den „Umbau“ zu anderen Fettsäuren um das gleiche Enzymsystem konkurrieren. Nimmt man zu viel dieser Omega-6-Fettsäuren zu sich, blockieren diese quasi die Enzyme, die der Umwandlung von ALA zu EPA und DHA dienen. Statt dieser beiden Fettsäuren wird aus LA mehr von der sogenannten Arachidonsäure (AA) gebildet.

Was sind die Auswirkungen von zu wenig EPA/DHA und zu viel AA?

Aus EPA und DHA werden z.B. Gewebshormone (Eicosanoide und Docosanoide) gebildet, die unter anderem entzündungshemmende und gefäßerweiternde Wirkung haben. Dahingegen wirken die Eicosanoide, die aus Arachidonsäure gebildet werden unter anderem entzündungsfördernd und gefäßverengend. Ein Überschuss der Omega-6-Fettsäure Linolsäure begünstigt also Entzündungskrankheiten sowie konorare Herzerkrankungen.

Damit Ihr in ausreichendem Maß mit den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA versorgt seid, rate ich Euch an Eurer ALA-Zufuhr zu arbeiten bzw. Euren Omega-3-Omega-6-Quotienten zu verbessern. Fällt Euch dies schwer, könnt Ihr auch unterstützen, indem Ihr EPA und DHA auch direkt in Form folgender Lebensmittel zu Euch nehmen.

  • (Wild-)Lachs
  • Thunfisch
  • Hering
  • Sardinen
  • Schalentiere
  • einige Algenarten

Für alle, die keinen Fisch mögen eignen sich ggf. auch Fischölkapseln. Hier aber unbedingt auf die Qualität achten. Doch wer auf Fisch verzichtet, der verzichtet auch auf seine gesunden Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Eiweiß, Vitamin A und D sowie verschiedene Mineralstoffe (insbesondere Iod). Auf der anderen Seite kann das Thema Fisch(öl) aufgrund der Überfischung der Weltmeere aus ökologischer Sicht auch kritisch gesehen werden. Vielleicht bietet es sich dann eher an zu Algenpräparaten zu greifen.

Fazit

Meiner Meinung nach tut Ihr Euch aus gesundheitlicher Sicht mit einer höheren Zufuhr von Alpha-Linolensäure (ALA) in Form von z.B. Leinöl viel Gutes. Eine direkte Zufuhr von DHA und EPA kann, muss aber nicht unbedingt erfolgen – zumindest gehen hier die Experten-Meinungen stark auseinander.

Praxistipp:
Wem das Leinöl vielleicht zu bitter ist, der wird mittlerweile in vielen Bio-Märkten fündig. Denn dort gibt es oft milde Leinöle, die nicht so geschmacksintensiv sind.

 

Liebe Grüße und bleibt gesund,

Euer Claudio

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